Zahlung einer Abfindung

Zahlung einer Abfindung

Eine Kündigungsschutzklage ist immer dann erfolgreich, wenn die ausgesprochene Kündigung ihres Arbeitgebers zurückgenommen werden muss. Jedoch ist das Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Vorgesetzten in einer solchen Situation häufig stark angegriffen, sodass es sich durchaus lohnen kann, die Zahlung einer Abfindung zu beantragen. Gleichzeitig mit der Abfindung erfolgt die Auflösung Ihres bisherigen Arbeitsvertrags durch das zuständige Gericht.

Dabei richtet sich das Arbeitsgericht nach § 9 KSchG. In diesem Fall muss die Kündigungserklärung an sich unwirksam, und ihnen oder aber Ihrem Arbeitgeber jedoch das Festhalten an dem Arbeitsverhältnis nicht mehr zuzumuten sein.

Die Anforderungen, die dies an Ihren Arbeitgeber stellt, sind beträchtlich. Im Gegensatz dazu wird das Gericht Ihnen als Arbeitnehmer eher eine Abfindung zusprechen, sofern Sie dies wünschen und Ihr Arbeitgeber keine gegenteilige Erklärung abgibt.

Sieht das Gericht die Kündigungserklärung als sozial ungerechtfertigt an, so gilt das Arbeitsverhältnis zunächst als nicht aufgelöst. Erst im Falle der Unzumutbarkeit der weiteren Zusammenarbeit, steht Ihnen eine Abfindung zu.

An dieser Stelle neigen Arbeitgeber dazu, die Zusammenarbeit mit Ihnen als Arbeitnehmer als generell schlecht hinzustellen. Pauschale Behauptungen, wie etwa das häufige Zuspätkommen oder aber schlechte Arbeitsergebnisse im Allgemeinen, rechtfertigen die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses indes nicht.

Es muss klar erkennbar sein, dass eine weitere Zusammenarbeit für den Betrieb nicht nur unangenehm, sondern unzumutbar ist.

Dieser Beweis ist stets von der Partei zu führen, die auf die Auflösung des Arbeitsverhältnisses drängt und die weitere Zusammenarbeit als unzumutbar darstellt.

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Steht eine Verurteilung zu einer Abfindung im Raum, so entscheidet das Arbeitsgericht auch über die Höhe der Zahlung. Dabei spielen insbesondere die Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit, Ihr Alter als auch die Liquidität des Unternehmens eine Rolle.

Die Entscheidung über die Höhe der Abfindung ist dem Ermessen des Gerichts überlassen. Jedoch orientieren sich die Richter bei ihrem Urteil an der gängigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts.

Im Schnitt werden Sie daher mit einer maximalen Summe von zwölf Bruttomonatsgehältern rechnen können. Lediglich in Fällen besonders langer Betriebszugehörigkeit oder sonstiger sozialer Gründe kann die maximale Abfindungssumme zusätzlich auf bis zu 18 Monatsgehälter erhöht werden.

Ihr Rechtsanwalt aus München berät Sie gerne über die Möglichkeiten, gegen eine Kündigungserklärung vorzugehen. In einem Erstgespräch lässt sich auch klären, ob Ihnen daran gelegen ist, weiterhin für Ihren Arbeitgeber zu arbeiten oder ob es Ihnen hilft, eine größere Abfindungssumme zu erhalten.