Die inhaltliche Rechtswirkung der Kündigung im Überblick

6. Die inhaltliche Rechtswirkung der Kündigung im Überblick

Jede Kündigung ist mit Konsequenzen verbunden. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass ein Arbeitsverhältnis durch die bloße Kündigungserklärung endet. Entscheidet das Gericht beispielsweise nach einigen Monaten, dass die Kündigung unwirksam war, so steht Ihnen Ihr Lohn zu, unabhängig davon, ob Sie in dieser Zeit im Betrieb weitergearbeitet haben.
Aber nicht jede Kündigung ist eine wirkliche Kündigung.

6.1. Die Beendigungskündigung – so erlischt das Arbeitsverhältnis

Die sog. Beendigungskündigung ist der Regelfall, wenn das Arbeitsverhältnis beendet werden soll. Gibt es betriebliche Erfordernisse oder persönliche Gründe, besteht die Möglichkeit einer Beendigungskündigung.
An dieser Stelle ist es jedoch wichtig, dass alle anderen Möglichkeiten bereits ausgeschöpft sind. Gibt es vielleicht andere Optionen, wie beispielsweise die Versetzung innerhalb des Betriebs, so scheidet die Beendigungskündigung aus.
Hat diese Form der Kündigung rechtlich Bestand, so erlischt das Arbeitsverhältnis mit dem entsprechenden Fristablauf.

6.2. Die Änderungskündigung – eine Umstellung des Arbeitsvertrags

Im Gegensatz zur Beendigungskündigung handelt es sich bei der Änderungskündigung lediglich um eine einseitige Veränderung der Arbeitsbedingungen. Selbstverständlich können Sie sich jederzeit mit Ihrem Arbeitgeber auf neue vertragliche Bestandteile einigen, die Sie schriftlich fixieren.
Hat Ihr Arbeitgeber indes kein Interesse an einer einvernehmlichen Lösung, sondern möchte die neuen Bedingungen einseitig bestimmen, so ist eine Änderungskündigung ein übliches Mittel.

Das bisherige Arbeitsverhältnis wird somit gekündigt und sofort durch einen neuen Vertrag indirekt fortgesetzt. Eine neue Probezeit kommt in diesem Fall nicht auf Sie zu. Anders wäre dies lediglich, falls ein Firmenteil komplett ausgegliedert wurde.

Für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Bei Kostenproblemen besteht zudem die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen oder Beratungshilfe zu erhalten.