Anlass und Auslöser der Kündigung

1. Kurzübersicht gängiger Kündigungsbegriffe

Bei einer Kündigung gibt es zahlreiche unterschiedliche Begriffe, die Sie kennen sollten. Was versteht man unter einer betriebs- oder verhaltensbedingten Kündigung? Wo liegt der Unterschied zwischen dem allgemeinen sowie besonderem Kündigungsschutz? Und in welchen Paragrafen finden sich die entsprechenden Regelungen im Gesetz wieder?

In diesem Artikel erhalten Sie einen kurzen und kompakten Überblick über die wichtigsten Kündigungsbegriffe, sodass Sie diese entsprechend einordnen können. Bei detaillierten Fragen hilft Ihnen Ihr Rechtsanwalt aus München gerne weiter.

2. Anlass und Auslöser der Kündigung

Es gibt zahlreiche Anlässe für eine Kündigung. Schwierigkeiten des Betriebs, ein Diebstahl oder auch die Zerstörung eines bestehenden Vertrauensverhältnisses sind Gründe, die ein Arbeitsverhältnis untragbar machen.
Die einzelnen Kündigungsgründe gliedern sich in die folgenden Bereiche:

2.1. Die betriebsbedingte Kündigung

Bei einer betriebsbedingten Kündigung rechtfertigt ein Arbeitgeber die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der derzeitigen Auftragslage des Unternehmens. Jeder Arbeitnehmer ist zwar zunächst durch das Kündigungsschutzgesetz abgesichert, dies gilt jedoch nur so lange, inwieweit dies für den Arbeitgeber zumutbar ist.

Stellt das Unternehmen die komplette Arbeit ein, ist ein Insolvenzverfahren anhängig oder werden Betriebsteile stillgelegt, so gibt dies dem Arbeitgeber die Möglichkeit, eine betriebsbedingte Kündigung auszusprechen.

2.2. Die verhaltensbedingte Kündigung

Im Gegensatz zur betriebsbedingten Kündigung begründet das Verhalten des Arbeitnehmers die Kündigung selbst. Konkret bedeutet dies, dass Sie arbeitsvertragliche Pflichten vernachlässigt haben oder Ihnen dies zumindest vorgeworfen wird.

Dies umfasst beispielsweise ständiges Zuspätkommen, unzureichende Arbeitsergebnisse oder aber Verstöße gegen wichtige Nebenpflichten Ihres Arbeitsvertrags. Mit der Unterschrift unter einen Arbeitsvertrag verpflichten Sie sich automatisch, Ihren Arbeitgeber nicht öffentlich schlecht zu machen. Weiterhin müssen Sie sorgsam mit dem Eigentum des Betriebs umgehen sowie andere Mitarbeiter schützen.

2.3. Die personenbedingte Kündigung

Die personenbedingte Kündigung spricht einem Arbeitnehmer die grundsätzliche Fähigkeit zur ordnungsgemäßen Erledigung der Arbeit ab. Da ein Arbeitgeber Sie nicht ohne Grund eingestellt haben wird, müssen konkrete Gründe dafür vorliegen, an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln.

Wenn Sie beispielsweise auf den Führerschein angewiesen sind und Ihnen wird die Fahrerlaubnis entzogen, wäre dies ein Grund für eine personenbedingte Kündigung. Schwere Erkrankungen oder auch eine Sucht sind weitere Gründe, die die personenbedingte Kündigung in München und der Umgebung rechtfertigen können.
Haben kurzfristige Maßnahmen, wie etwa der Besuch einer Suchtklinik, keinen Erfolg, so kann eine personenbedingte Kündigung vor Gericht Bestand haben.

Wahrscheinlich werden Sie die Begriffe der außerordentlichen sowie der ordentlichen Kündigung bereits einmal gehört haben, aber worin unterscheiden sich die beiden juristischen Termini eigentlich?

Wer eine Kündigung erhält, ist häufig schockiert und ungläubig. Genau an dieser Stelle heißt es jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren, denn längst nicht jede Kündigung ist rechtlich haltbar.

Die Kündigung ist in §§ 620 ff. BGB geregelt. Dort finden sich Details zu der Befristung eines Arbeitsvertrages sowie der Möglichkeit der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses.